Evaluation digitale Planungstoolchain für Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK)

Quick Check

Ausgangssituation

In den Festo Werken sind aktuell nur wenige MRK-Applikationen im Einsatz. Es fehlt das Know-How, die richtigen Applikationen auszuwählen und wirtschaftlich sicher umzusetzen. Produzierende Unternehmen, die bestehende Fertigungslinien mit vorwiegend manueller Montage um kollaborative Roboter ergänzen möchten, sind typischerweise eher kleine und mittelständische Firmen, die noch keine oder nur wenig Erfahrungen in der Robotik besitzen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen oder Werker*innen entlasten können.

Lösungsidee

Zunächst müssen die Mitarbeitenden in den Werken dabei unterstützt werden, schnell und einfach mögliche Anwendungen für kollaborative Robotik zu identifizieren und ihr Potenzial einzuschätzen. Bei der Umsetzung der Applikation sollen die Aufwände für Risikobewertung, Erarbeitung und Validierung des Sicherheitskonzepts deutlich reduziert werden.

© Fraunhofer IPA

Nutzen

Eine durchgängige Toolchain zur Identifikation und effizienten Umsetzung von kollaborativen Anwendungen senkt die Hürde für den Einsatz von Cobots in der Fertigung deutlich. Die Fokussierung auf die Applikationen mit den größten Potenzial sorgt dafür, dass mit jedem zusätzlichen Cobot die Wirtschaftlichkeit des Standorts steigt und somit die zugehörigen Arbeitsplätze vor Ort gehalten werden können. Die gleichzeitige Entlastung der Werkerinnen und Werker sorgt für eine steigende Attraktivität des Arbeitsplatzes und die Akzeptanz der Cobots.

 

Umsetzung der KI-Applikation 

Es wurde eine Reihe von (digitalen) Werkzeugen erarbeitet, welche die gesamte Planungskette von der Auswahl bis hin zur Umsetzung einer kollaborativen Anwendung unterstützen. Zunächst wurde der Prozess zur Entwicklung einer MRK-Anwendung analysiert und visualisiert. Darauf aufbauend wurden geeignete Anknüpfungspunkte zur Verwendung von digitalen Tools beschrieben.